Diversifikation

Diversifikation

Diversifikation

Was bedeutet Diversifikation?

Die Diversifikation ist eine weit verbreitete und beliebte Anlagestrategie. Sie ist ein Instrument zur Senkung von Rendite- und Wertschwankungen bei der Geldanlage. Zu diversifizieren bedeutet sein Vermögen auf unterschiedliche Anlagen zu streuen.

Das Ziel der Diversifikation ist die Minimierung des Risikos beim Investieren und das generelle Verlustrisiko zu streuen. Durch die Verteilung auf Anlagen, die nicht miteinander korrelieren, lässt sich das Gesamtrisiko eines Portfolios reduzieren. Man spricht daher auch von Risikodiversifikation.

Was bedeutet Korrelation?

Die Korrelation spielt bei der Diversifikation eine zentrale Rolle. Korrelation beschreibt den Zusammenhang zwischen zwei oder mehreren Anlagen. Die Korrelation wird in Form des Korrelationskoeffizienten gemessen. Dieser kann zwischen +1 und -1 liegen:

  • +1 steht für eine vollständige Korrelation, also Parallelentwicklung von zwei Investitionen.
  • 0 steht für eine unabhängige Entwicklung.
  • -1 steht für eine gegenläufige Entwicklung.

Je niedriger die Korrelation zwischen zwei Anlagen ist, desto mehr sind sie für das Diversifizieren geeignet, da sie logischerweise keine bzw. kaum Überschneidungen vorweisen.

Art der Diversifikation?

Die Diversifikation lässt sich bei der Geldanlage auf verschiedene Merkmale und Eigenschaften einer Investition anwenden. Dazu gehören die Branche, die Region der Anlage, die Anlageklassen sowie der Anlagehorizont.

Branchen

Die Branche stellt vor allem bei Investitionen in Aktien eine wichtige Eigenschaft dar. Unternehmen die aus derselben Branche stammen profitieren oftmals gleichermaßen von einem starken Marktwachstum, können aber auch gleichermaßen von Krisen in der entsprechenden Branche betroffen sein. Unternehmen der gleichen Branche weisen in der Regel eine hohe Korrelation auf.

Auch bei Investitionen in Immobilien oder vergleichbaren Anlageklassen kann dies eine Rolle spielen. Beispiele hierfür sind Wohnimmobilien, Häuser, Hotels oder industrielle Bauten.

Bei der Diversifikation gilt es demnach auch das branchenbedingte Risiko zu beachten.

Anlageregion

Eine weiteres wichtiges Merkmal einer Anlage ist die Region. Insbesondere bei Investitionen in Unternehmen oder Immobilien spielt das regional bedingte Risiko eine Rolle. Angefangen bei witterungsbedingten Einflüssen kann sich das regionale Risiko auch in Veränderung regionaler Marktbedingungen oder Gesetzen äußern. So erweisen sich aktuell Investitionen in dem chinesischen Raum, aufgrund des intervenieren des Staates im Markt als hochriskant.

Durch gezieltes diversifizieren über mehrere Regionen hinweg lässt sich dieses Risiko reduzieren. So eignet sich zum Beispiel eine Investition in den  MSCI All Country World Index, kurz: MSCI ACWI, um das Anlagerisiko auf mehrere Regionen zu verteilen. (Vorsicht: Keine Anlageberatung)

Anlageklassen

Unter einer Anlageklasse, auch als Asset-Klasse bezeichnet, versteht man eine Gruppe von Geldanlagen mit einem ähnlichen Rendite-Risiko-Verhältnis. Gängige Anlageklassen sind Aktien, Anleihen, Kunst und Immobilien.

Bei Investitionen in eine Anlageklasse gibt es also Risiken, die durch die Anlageklasse bedingt sind. Durch Investitionen in unterschiedliche Anlageklassen lässt sich dieses Risikos wegdiversifizieren.

Man spricht bei der Aufteilung von Anlagen auf mehrere Anlageklassen auch von der sogenannten Asset-Allocation.

Anlagehorizont

Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt des Diversifizierens, ist der Anlagehorizont.

Je länger der Anlagezeitraum ausfällt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, die langfristig zu erwartende Rendite der Anlage zu erreichen. Bei dieser Art der Diversifikation spricht man auch vom Buy-and-hold-Ansatz, welcher schon weiter oben auf der Seite erklärt wurde.

Der Buy-and-hold-Ansatz steht oftmals für eine eigenständige Anlagestrategie, die häufig in Verbindung mit dem passiven Investieren in ETFs verfolgt wird.

Vorteile der Diversifikation

Ausgewogenheit

Zu den Vorteilen der Diversifikation gehört vor allem die Ausgewogenheit.

Diversifikation gleicht das Anlagekonto aus, um das Risiko zu reduzieren. Das bedeutet, dass, wenn der Aktienteil des Portfolios eine schlechte Performance aufweist, der Rest des Portfolios das Portfolio auf dem gleichen Wert hält oder den Verlust des Aktienwerts durch eine oder mehrere der anderen Anlagearten ausgleicht.

Maximierung des Anlageportfolios

Der zweite Vorteil der Diversifikation besteht darin, dass der Anleger die Rendite seines Anlageportfolios maximieren kann. Da das Portfolio ausgewogen ist und das Geld auf verschiedene Anlagearten verteilt ist, profitiert der Anleger, wenn eine bestimmte Anlage gut läuft.

Nichts ist in Stein gemeißelt

Der dritte Vorteil der Diversifikation besteht darin, dass nichts in Stein gemeißelt ist.

Anleger sollten die Portfoliodiversifikation vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich beurteilen. Bei dieser Bewertung kann der Anleger entscheiden, ob sich sein Anlageziel geändert hat. Wenn dies der Fall sein sollte, können sie die Diversifikation der Anlagen im Portfolio umschichten oder neu ausbalancieren, um das neue Ziel zu erreichen.